Das angehängte Bild ist entnommen aus:
SAE technical paper No. 2001-01-1267 - The COANDA flow control and Newtonian concept approach to achieve drag reduction of passenger vehicle
Also eine Verbesserung des Lift Koeffizienten an der Hinterachse um delta_Clr=-0.075 ist nicht schlecht (hier 57%).
Zu beachten wäre, daß diese Messung in einem Windtunnel mit fester Bodenplatte durchgeführt wurde (DNW in Holland, aber nicht der mit dem Laufband).
Der Einfluß der Raddrehung und des bewegten Unterbodens würde wahrscheinlich die Effektivität des Spoilers etwas herabsetzen.
Eine genaue Diskussion darüber ist dem eigentlichen Thema hier nicht zuträglich.
Prinzipiell können Spoiler (auch kleine) große Wirkung zeigen, wenn sie richtig ausgelegt und getestet wurden.
Da ihre Funktionfähigkeit nur in einer entsprechenden Umgebung (=Strömungsfeld) gegeben ist, kann man nicht einfach das, was auf dem einen Auto funktioniert auf's andere bappen und gut ist.
Kleine Rechnung über Kräfte:
L = Auftriebskraft [N]
Cl = Auftriebsbeiwert
rho = Luftdichte = 1,225 [kg/m³]
v = Fahrgeschwindigkeit = 110 km/h = 30,56 m/s
Af = Stirnfläche = 1,99m² (dem Internet entnommen, kommt aber hin)
Es gilt (siehe Aerodynamik oder KFZ-Lehrbuch):
L=Cl*0,5*rho*v²*Af
Entnehme ich dem angehängten Diagramm einen delta_Clr-Wert von 0,075 bei 110 km/h, ergibt sich somit:
delta_L = 85,37 N
Das entspricht also etwa 8,5kg.
Scheint also "nicht soviel" zu sein. Allerdings offensichlich genung, um die anfänglichen Abflüge dieses Fahrzeugs (in Verbindung mit verändertem Fahrwerk, weniger dynamisches Nicken) zu unterbinden.
Schönen Gruß!
Alex