Beiträge von sprite

    Die Entlüftung vor der Drosselklappe oder dahinter?

    Hallo,

    die Anschlüsse sind hinter der Drosselklappe, also Richtung Ventile. Da wo es richtig Unterdruck gibt. Das Geheimnis ist vielleicht dieser "Pilz". Das ist definitiv ein Ventil mit ner Membrane drinn. War aber bei meinem Motor nicht drann. Was ja nix heissen muss. Vor allem, vor dem Motorumbau hat alles gut funktioniert.
    Ich finde den unbelüfteten Deckel grade nicht, Ich besorg mir mal einen neuen. Mit dem belüfteten Deckel für die Öleinfüllöffnung da gibts richtig Durchzuch im Motor. Bestimmt Windstärke 10 da drinn.

    Habe grade andere Sorgen, die Kupplung trennt ab und an nicht richtig. Es hört nicht auf.
    Gruss
    Roland

    So, mal kurz ein zwischenstand. Mit dem belüfteten Deckel ist der entstehende Unterdruck definitiv zu hoch. Da zieht es durch die Schläuche wie Hechtsuppe. Ausserdem wird ein total anderer Setup am Vergaser notwendig. Auf Bildern habe ich so einen Pilz auf der Ansaugbrücke gesehen. Weiss jemand zu was der da ist? Scheint mir ein Ventil oder Restriktor zu sein. Ich suche mal jetzt meinen Deckel ohne Belüftung. Ich habe nun durchsichtige Schläuche drauf und kann so schön sehen was passiert.

    Grüße

    Roland

    Danke für Eure Tips,

    ich schaue heute mal ob der Durchgang vom Kettenkasten zurück in den Block/Ölwanne verengt ist. Da komme ich ja gut ran zum schrauben. Muss nur den Kühler abbauen. Was ja einfach ist, da der Motor nicht quer eingebaut ist. Ah, nochwas, nicht dass Ihr denkt was macht denn ein spritefahrer hier, neben dem 69ger Sprite steht ein 76ger Mini und vor der Haustüre noch ein 89. Mini's alle mit 10 Zoll rädern, hehe, wie es sich gehört. :D

    Gruss

    Roland

    wie sieht denn das entlüftungssystem bei deinem aus? wo sitzen die anschlüsse? gibts ölabscheider? oder sind nur die alten rohrstutzen wo ein schlauch drauf kommt?

    Also, ursprünglich war das so, also, um die ganze Wahrheit zu schreiben, es handelt sich um einen A-Serie Motor BJ 69. Sitzt aber nicht im Mini sondern in einem Sprite. Die Motoren sind bis auf ein paar kleine Dinge gleich. Die Kurbelwelle zB. Weil, das Getriebe Inline angeflanscht ist. Die KW hat nen Flansch wo das Schwungrad angeflanscht ist. Und es gibt dann auch kein Zwischenrad oder so. Ok. Ganz ursprünglich war der Öleinfülldeckel nicht mit einer Entlüftungsbohrung. Am Kettenkastendeckel ist so ein Rohrstutzen drauf wo etwas Stahlwolle drinn ist und von dort geht es Richtung Vergaser. Ein Y-Stück und dann nach der Drosselklappe gehts in die Vergaser. Hat soweit eigentlich funktioniert. Nun kam ich auf die Idee, etwas mehr "Bumms" schadet nicht. Also, ein 1275ger Innocenti Kopf drauf, 36mm Rimflo Einlass, 32mm Auslassventile, 17ccm Brennraum, schön poliert und gefräst. 1,5er Hochhubkipphebelwelle, MD266er Nocke, Pleuels um 100Gramm erleichert und balanciert, 2,5Kg von der Schwungscheibe runter, 21253er Kolben, Verdichtung 12:1, Kurbeltrieb feingewuchtet, ordentliche Kupplung, Ansaugbrücke optimiert, Aldon Verteiler, Colisbro Ventilführungen, weil, mann gönnt sich ja sonst nix. Alles zusammengefrickelt wie sich das so gehört. Nun taucht besagtes Phenomen auf. Nach ca 1km für ca 1-2 Km saugt das Mistding Öl an und haut es zum Auspuff raus. Erste Abhilfe: Belüfteten Deckel auf den Ventildeckel und den Schlauch vom Kettenkastendeckel weg so dass es offen ist und schön lüften kann, das Ende vom Schlauch verschlossen wegen der Vergasereinstellung. Leider Ölt er jetzt etwas mehr wie vorherauf die Strasse. Er markiert seinen Standort. Das ist unschön. Also saugen wir ein bissle. Dazu habe ich mir einen schönen Alu Auffangbehälter geschweisst. Mühsam poliert, mit Schauglas drann usw. Das Ding zwischen die Vergaser und den Kettenkastendeckel zwischengebaut. Nach 2km hats wieder Öl ausm Auspuff genebelt, angehalten, geschaut, der neue Behälter war voll bis obenhin und die Vergaser haben Öl eingesaugt. Ich werde noch zum Hirsch. :D

    Gruss

    Roland

    Hallo,
    ja so habe ich das in Erinnerung. Es ist ein 1275ger. Also in die Bohrungen von den Stößeln. Und wie dann weiter? Wo plätschert es denn dann runter? Ich vermute mal der Durchlass ist zu eng. Weil wenns Öl warm ist, passiert nix. Es passiert auch erst, seit ich den Motor neu aufgebaut habe. Vielleicht habe ich ja eine Dichtung verkehrt herum eingebaut, so dass der Rückweg irgendwo behindert wird.
    Es muss sich im Kettenkastendeckel aufstauen, aber warum? Wenn ich die Entlüftung am Kettenkastendeckel offen lasse, und den Schlauch Richtung Vergaser zumache, drückt es kein Öl aus der Entlüftung raus. Es muss also angesaug werden, dazu muss aber erstmal genug da sein. Der Öleinfülldeckel ist frisch und leicht durchgängig.

    Das macht mich noch ganz verrückt.

    Gruss
    Roland

    Hallo,

    wo und wie fließt denn das Öl aus dem Ventildeckel zurück in die Ölwanne unterm Getriebe? Der hintergrund ist der, mir saugt es Öl über die Entlüftung am Kettenkastendeckel in die zwei HS2 Vergaser, aber nur solange der Motor kalt ist. Ist das Öl warm, passiert nix. Ich habe nun einen Auffangbehälter zwischen den Kettenkastendeckel und die Vergaser gebaut. Diesmal hat es etwas länger gedauert bis der Motor hintenrausgenebelt hat. Ich angehalten, nachgeschaut. Dumm gekuckt, weil der Ölauffangbehälter Randvoll war. Wenn ich die Entlüftung am Kettenkastendeckel offen lasse, kommt aber kein Öl da raus. Es muss also angesaugt werden. Im Leerlauf gibt es ja auch einen deutlich fühlbaren Unterdruck wenn mann die flache Hand auf den Öleinfülldeckel hält. Einen entlüfteten neuen Öleinfülldeckel habe ich schon drauf. Hat einer einen Rat?

    Gruss
    Roland

    Hallo,

    das ist ganz schwierig zu sagen. Denn wie weit Düsennadel eintaucht ist in erster Linie Lastabhängig da die Düsennadeln ja durch den Unterdruck im Ansaugtrakt entsprechend angehoben werden. Ich nehme Schaschlickspiese welche alle 3,1 (1/8 Zoll) mm eine Markierung mit nem Bleistift oder Filzstift haben. Dann kommt der Kolben-Dämpfer raus und die Schaschlickspiese rein. Die erste Markierung muss eben sein mit der Oberkante von der Glocke wo Du die Dämpferkölbchen rausgeschraubt hast. Nun startest den Motor und es heben sich die Kolben im Vergaser leicht an und die Spieschen schauen weiter nach oben raus. Sagen wir ca bis zur zweiten oder dritten Markierung. Nun weisst Du wie weit es die Nadel hochgehoben hat. Am besten ist es, wenn Du eine SU-Nadelliste hast und kannst nun in der Tabelle kucken. Beim beschleunigen reisst es aber die Dämpferkolben mehr oder weniger schnell nach oben. Du solltest nachschauen ob Du überhaupt Öl drinn hast. Dann wird das Gemisch einfach zu fett und die Leistung ist weg. Gut funktioniert normales 20-W50. Es ist beliebig schwierig eine passende Nadel nach Gefühl oder sonstwas zu selektieren. Es hilft nur mit einer breitband Lambdasonde zu messen. Die Federn welche die Kolben nach unten drücken, müssen auch die richtigen sein. Die werden mit der Zeit lahm und das Gemisch im Übergang fetter.

    Gruss
    sprite

    Hallo,

    nach meiner Erfahrung sind bleifrei Ringe sowieso mit viel Vorsicht zu genießen. Über kurz oder lang gibt es viele viele kleine Mikrorisse um den Ring herum. Für meinen Geschmack lohnt der Aufwand nicht. Für ca 7€ gibt es Ersatzstoff welcher dann für ca 2000Km ausreicht. Mit Minispeed habe ich nur gute Erfahrungen gemacht. Die liefern sehr schnell und das Porto ist preiswert. Meist habe ich mein Zeug innerhalb von drei Tagen. Porto so zwischen 8-12€. Einmal habe ich gegen Mittag angerufen und ARP Pleuelschrauben und Muttern gebraucht habe. War so ne last minute Entscheidung, der Motor musste 2 Tage später im Auto sein. Mit Express am nächsten Vormittag angeliefert. Hat schlappe 25€ Porto gekostet.
    Ein Kopf ist halt schwer, das kostet richtig Geld.

    Gruss
    sprite

    Hallo,
    das erste was ich gemacht habe als ich mein Auto wieder daheim hatte, war, den Kopf runter und die Planarität vermessen. War ja aber grade frisch geschliffen. Mit 3/100stel mm Unebenheit sicher kein Problem. Den Block habe ich mit dem Haarlineal geprüft, war auch eben. Die Stehbolzenborungen sind auch schön angefaßt. Ich vermute, dass es ein Problem am Übergang von dem Alueinsatz zur Restdichtung gibt, oder gab. Es hatte dem Abdruck zufolge den Anschein, dass die Flächenpressung am Alustück niederer war als am Rest der Dichtung. So war da ein Schwachpunkt wo das Problem seinen Anfang nahm. Ich glaube, dass sich das Alustück erst verschoben hat. Dafür spricht auch, dass der Motor ein zwei Minuten geklingelt hat. Erst dachte ich ein Pleuellagerschaden weil es so stark lastabhängig war. Dann war aber ziemlich schnell die Leistung weg, noch bevor ich anhalten konnte. Am Montag habe ich reklamiert bei meinem Lieferanten. Gestern kam dann ein Ersatz. Eine AF470. Die kommt aber nicht rein, weil, die richtig schlampig gefertigt ist. Am 4.ten Zylinder ist der Alueinsatz etwas schräg drinn, dann ist eine Zylinderbohrung nicht mal einigermaßen rund. An der Engstelle gleicht die mehr einem S.
    Gibt es von Payen ein Statement dazu?

    Gruss
    Roland

    Also, geschenkt kannst Ihn nehmen. Schaue ihn dir unbedingt vorher an. Im allgemeinen, ist der Zustand eher sehr mäßig. Es ist sehr viel arbeit, denn, der Rost steckt wie ein Krebsgeschwür überall drinn. Ü-b-e-r-a-l-l. Nur die Spitze vom Eisberg schaut raus. Mit diesem Auto haste 2 Baustellen. Einmal die Karosse und dann noch das Getriebe. Gehe mal davon aus, dass das Getriebe ein Totalverlust ist, dann bist nachher nicht enttäuscht.
    Suche Dir lieber einen anderen. Sorry

    Gruss

    Sprite

    Hallo,

    so, ich habe grade mit dem Lieferanten mit dem großen "L" der BK450 nochmals telefoniert. Es ist denen kein Problem bekannt, oder aber, ich bin der erste der sich meldet und nachfragt. Auf jeden Fall bekomme ich die andere "schwarze". Im nachhinein ärgert mich, dass ich damals in den 70gern mir nur einen Vorrat an 998er Dichtungen zugelgt habe. Davon profitiert mein heute Sohn Michi. Wer hat schon damals ahnen können dass ich jemals was mit 1275gern am Hut haben werde :)
    Die alte schon mal benutzte AF470 "made in England" hält bis jetzt klaglos. Hat auch schon 50-60km Autobahnhatz bei über 6000upm überstanden.
    Gruss

    Roland

    So...habe grade mit dem Lieferanten mit dem L gesprochen. Die wollten mir erst weismachen die Teilenummer wäre ein Nachbau. Haben dann aber doch nachgeschaut was denn im Regal drinnliegt und siehe da, auf der Verpackung stand Payhen. Die klären das ab und rufen mir dann zurück. Also sachen gibts. Man kann erkennen, dass der Schaden wohl zuerst da angefangen hat, wo das Alu insert aufhört. Also nicht an der dünnsten Stelle. Das ist mir sowieso etwas suspeckt, diese Lösung. Denn, das Alu insert muss ja gleich komprimierbar sein wie das restliche Material. Die andere Hälfte vom Alu-Insert ist noch drinngesteckt. Als es passiert ist, bin ich gerade an einer Leitplanke vorbeigefahren, mit nem rechtslenker hört man da schön das Echo vom Motor. Es hat kurz getickert mit so nem hellen Ton, dann war die Leistung weg.
    Ich sags ja Teufelszeug dieses Hightechdichtungsgeraffel.

    Gruss

    Roland

    wenn der schwoab 3 mal die dichtung wechseln muss, weil die billige durchbrennt...

    geht dem schwoab seine rechnung nicht auf!

    Max, you only get what you pay for

    Hallo,

    mal ein kleiner Erfahrungsbericht bezüglich der Zylinderkopfdichtungen. Nach ca 400 Km ist mir gestern die gute teure BK450 durchgebrannt. Schön in der Mitte zwischen Zyl 2 und 3. Dieser eingearbeitete Alusteg der hat sich fortgemacht. Nun ärgert sich doch der Schwabe in mir, dass der sich nicht durchgesetzt hat. Die 5,70€ Kupferdichtung hatte problemlos ca 4000Km gehalten und ist nur wegen einem Wassereinbruch im Auslasskanal herausgekommen. Das ist nun die erste Kopfdichtung welche in ca 30 Jahren bei mir durchgebrannt ist. Der Kopf wurde in der bekannten Reihenfolge angezogen mit 70NM. Nach ca 150Km habe ich das kontrolliert. Das habe ich früher nicht gemacht. Kann es desshlb passiert sein? Alle Kopfmuttern haben aber das exakte Drehmoment gehabt. Mittlerweile bin ich bei einer Verdichtung von ca 11,7:1 angekommen. So lohnt wenigstens das Superpluss oder V-Power fahren. :rolleyes:

    Kann ich was falsch gemacht haben?

    Gruss

    Roland
    Achso, ich mache jetzt wieder die gute alte Kupferdichtung rein.

    Was wär denn die Empfehlung? Ist 36/30 die Wahl?

    Hallo, 36/31 hat schon früher für Probleme gesorgt. Die Risse zwischen den Ventilen haben wir dann eben wieder geschweisst. Wir haben immer alle 4 Brennräume zwischen den Ventilen ausgefräßt und wieder mit GG-25 aufgebaut. Das hat dann gehalten. Ist aber viel Aufwand. Auch ein Kopf mit 35/30 wird rissig. Früher oder später. Ich würde mal etwas ketzerisch behaupten, es gibt keinen Zylinderkopf welcher nicht früher oder später Risse bekommt. Ganz sicher früher mit Bleifrei Einsätzen.

    Gruss
    Roland